Die beliebtesten Duftstoffe in Parfums

Welcher Duft gefällt Ihnen am besten: blumig, zitrisch oder holzig? Vielleicht überrascht es Sie, dass ein Parfum nicht nur aus einem einzelnen Duft besteht, sondern aus einer vielschichtigen Komposition mit Dutzenden bis Hunderten Inhaltsstoffen, ergänzt durch Alkohol und Wasser.

Parfumeure arbeiten heute mit einer enormen Auswahl an Rohstoffen – von Hunderten Rohstoffen unterschiedlicher Herkunft bis zu Tausenden synthetischen Molekülen. Aus ihren Kombinationen entstehen die Düfte, die wir kennen. Zu den grundlegenden Zutaten zählen Blüten, Früchte, Gewürze und Hölzer, ebenso Blätter, Gras, Moos, Harze und seltene Extrakte.

Besonders bekannt sind etwa Rose, Jasmin und Lavendel. Lavendel ist ein gutes Beispiel: Er bildet keine eigene „Duftfamilie“, sondern ist eine Zutat, die vor allem in aromatischen und Fougère-Düften vorkommt. Chypre hingegen bezeichnet keine Zutat, sondern eine Kompositionsart, die typischerweise auf Bergamotte, Eichenmoos und Patschuli aufbaut. Solche Unterschiede zeigen, warum ein Parfum als Ganzes und nicht nur anhand einzelner Noten betrachtet werden sollte.

Auch holzige Zutaten spielen eine wichtige Rolle – besonders Sandelholz, Zeder und Oud (Adlerholz), das zu den teuersten und intensivsten Zutaten der Parfumerie zählt. Oud verleiht Düften Tiefe, einen rauchigen Charakter und eine typische orientalische Note.

Früher waren auch tierische Zutaten wie Ambra, Zibet, Castoreum und Moschus gebräuchlich. Heute werden sie weitgehend durch synthetische Alternativen ersetzt, die als ethischer und beständiger gelten. Die moderne Parfumerie brachte zudem neue Richtungen hervor, etwa Gourmand-Noten wie Schokolade, Karamell, Honig und Mandeln, die Düften einen süßen, „süchtig machenden“ Charakter geben.

Wie diese Zutaten kombiniert werden, prägt den Charakter eines Parfums und seine Zuordnung zu einer Duftfamilie – etwa blumig, holzig, orientalisch oder frisch zitrisch.


60 gefragte Duftstoffe:

Aldehyde

Synthetische Aldehyde: ein verbindendes Element im Duft

Aldehyde sind synthetische Stoffe, die im Parfum einzelne Zutaten hervorheben und zu einem Ganzen verbinden. Sie stehen weniger für einen bestimmten Duft als für einen Effekt: Sie verleihen der Komposition Strahlkraft, Luftigkeit und einen Eindruck von Reinheit. Ihr Charakter kann seifig, frisch oder leicht metallisch sein und mit blumigen, zitrischen oder grünen Noten harmonieren.

Zum Durchbruch kam es, als Aldehyde stärker eingesetzt wurden – ein bekanntes Beispiel ist Chanel No.5.

Ambra

Ursprünglich bezeichnete der Begriff eine seltene Kombination aus Labdanum und Ambra vom Pottwal. Heute stehen Bezeichnungen wie Ambra oder Ambroxan für moderne Duftakkorde, die ihren warmen, leicht süßen und sinnlichen Charakter nachbilden. Solche Kompositionen verbinden Harze, Hölzer und Gewürze; häufig enthalten sie Labdanum, Benzoe, Myrrhe, Styrax, Vanille oder Bienenwachs. Es handelt sich nicht um einen einzigen Duft, sondern um einen Stil, der je nach Handschrift des Parfumeurs variiert.

Ein Ambra-Akkord gibt einem Parfum Tiefe, Wärme und eine sanft orientalische Stimmung.

Ambrette

Auch Moschus-Malve genannt. Ein Moschusduftstoff aus Indien, der früher als Alternative zu tierischem Moschus verwendet wurde.

Sein Duft ist sanft moschusartig und leicht süßlich; auch ein zart metallischer Unterton ist möglich, der der Komposition einen klaren, modernen Charakter verleiht.

Ähnliche Moschusnoten werden heute überwiegend synthetisch hergestellt.
Sie sind beständiger, gelten als ethischer und lassen sich im Duftergebnis präziser steuern.

Benzoe

Eine süße, harzige Zutat mit deutlichem Vanilleanklang, die Parfums Wärme, Sanftheit und einen leicht balsamischen Charakter verleiht.

Benzoe erfüllt neben ihrer Duftwirkung auch einen praktischen Zweck: Als Fixateur hilft sie anderen Zutaten, länger wahrnehmbar zu bleiben und harmonischer zu wirken.

Mit Benzoe erscheint ein Duft runder, weicher und angenehm „umhüllt“.

Bergamotte

Diese Zitrusfrucht kennen Sie vielleicht aus Earl-Grey-Tee. In der Parfumerie gehört sie zu den grundlegenden Zutaten: Ihr frischer, leicht herber und spritziger Duft fällt sofort auf. Vor allem zu Beginn einer Komposition eingesetzt, verleiht sie dem Parfum Energie, Leichtigkeit und einen klaren ersten Eindruck.

Bergamotte ist oft das Erste, was Sie riechen – und kann entscheiden, ob ein Duft Sie anspricht.

Cassis

Blätter und Knospen der Schwarzen Johannisbeere verleihen Parfums einen markant grünen, leicht säuerlichen und saftigen Duft.

Anders als süße Früchte wirkt Cassis eher frisch und grün: Es erinnert an zerdrückte Blätter, einen Garten am Morgen oder frischen Pflanzensaft.

Cassis gibt dem Duft Energie und lebendige Frische mit einem leicht wilden Unterton.

Zeder

Eine holzige Zutat, die einem Parfum einen trockenen, klaren und eleganten Charakter gibt. Zeder wirkt nicht schwer, sondern sanft und gepflegt; süßere oder kräftigere Noten gleicht sie gut aus.

Der Komposition schenkt sie Struktur und ruhige Tiefe, wodurch der Duft reifer und unaufdringlicher wirkt.

Zeder verbindet häufig die Duftnoten und verleiht ihnen eine solide Basis.

Sie kommt in Damen-, Herren- und Unisexdüften zum Einsatz, wo sie zur Harmonie beiträgt und die Eleganz des Parfums unterstreicht.

Zibet

Eine markante tierische Zutat mit intensivem, leicht scharfem Charakter, die Parfums Tiefe, Sinnlichkeit und Anziehungskraft verleiht.

Früher wurde sie direkt aus tierischer Quelle gewonnen; heute wird sie aus ethischen Gründen synthetisch hergestellt, wobei ihr Dufteffekt erhalten bleibt.

In kleiner Menge wirkt Zibet nicht vordergründig animalisch, sondern hebt andere Zutaten hervor und gibt dem Duft Körpernähe.

Deshalb findet sie in Kompositionen Verwendung, die warm, intim und lang anhaltend wirken sollen.

Zitrone

Eine Zitrusnote mit hellem, spritzigem Charakter, die dem Parfum sofort Frische, Energie und Leichtigkeit verleiht.

Sie wirkt klar und geradlinig: Sie hellt die Komposition auf und prägt den ersten Eindruck.

Zitrone ist eine typische Auftaktnote, die einen Duft gleich nach dem Auftragen zum Strahlen bringt.

Meist steht sie in der Kopfnote des Parfums und vermittelt dort Reinheit und Lebendigkeit.

Veilchen

Eine zarte blumige Zutat mit pudrigem, leicht süßem Charakter, die Parfums Sanftheit, Ruhe und feine Eleganz schenkt.

Im Gegensatz zu kräftigen Blüten wirkt das Veilchen zurückhaltend: Es ergänzt und mildert die Komposition, statt sie zu beherrschen.

Veilchen bringen einen Eindruck von Reinheit, Harmonie und leiser Nostalgie in den Duft.

Meist erscheinen sie in der Herznote, wo sie blumige und holzige Töne verbinden und dem Duft eine weiche, samtige Wirkung geben.

Freesie

Eine blumige Zutat mit hellem, frischem Charakter, die klar, leicht seifig und elegant wirkt.

Die Freesie ist nicht bloß eine „süße Blüte“: Ihr Duftprofil zeigt auch feine pfeffrige, zitrische und leicht holzige Untertöne, die ihm Vielschichtigkeit verleihen.

Freesie gibt einem Duft Luftigkeit und einen Eindruck von Reinheit, ähnlich frisch gewaschener Wäsche.

Meist wird sie in der Herznote eingesetzt, wo sie blumige Kompositionen aufhellt und ihnen Leichtigkeit und Frische gibt.

Galbanum

Ein seltenes Harz mit markant grünem, scharfem Charakter, das Parfums eine raue, ausgesprochen frische Note gibt. Sein Duft erinnert an zerdrückte Stängel und Blätter und zeigt leicht bittere, kräuterartige Töne mit feinen Anklängen von Gewürzen, Holz und Moschus.

Galbanum bringt authentisch grüne Energie ins Parfum und bildet einen deutlichen Kontrast zu süßeren Zutaten.

Meist wird es im Auftakt oder Herzen der Komposition verwendet, wo es frische Akkorde betont und dem Duft Tiefe und Charakter gibt.

Gardenie

Eine ausdrucksstarke weiße Blüte mit üppigem, cremigem Duft, die Parfums Sinnlichkeit, Tiefe und elegante Weiblichkeit verleiht.

Gardenie wirkt intensiv und zugleich sanft: Sie verbindet die Süße der Blüte mit einem leicht grünen, samtigen Unterton, ohne schwer zu erscheinen.

Sie gehört zu den typischen weißen Blüten, die einen luxuriösen, fesselnden Eindruck schaffen.

In der Parfumerie steht sie vor allem im Herzen der Komposition, wo sie den Duft prägt und seine Zutaten harmonisch verbindet.

Geranie

Die Geranie, auch Pelargonie genannt, ist eine aromatische Zutat mit leicht pikantem, frischem Charakter. Sie vereint rosige, grüne und zart zitrische Noten.

Sie wirkt klar und unverstellt, besitzt aber auch einen leicht würzigen, scharfen Unterton, der dem Duft Energie und Struktur gibt.

Geranie ersetzt oder ergänzt häufig Rose und wirkt dabei frischer und weniger süß.

Meist findet sie sich in der Herznote, wo sie blumige und holzige Zutaten ausgleicht und die Komposition belebt.

Heliotropin

Eine aldehydische Zutat mit sanftem Mandel-Vanille-Charakter, die Parfums Wärme, Weichheit und einen leicht pudrigen Eindruck gibt.

Ihr Duft wirkt beruhigend und fügt sich gut in orientalische und Gourmand-Kompositionen ein, wo er süßere, cremige Töne unterstreicht.

Heliotropin erzeugt eine „weiche Süße“, die nicht schwer, sondern umhüllend wirkt.

Sein blumiges Vorbild ist das Heliotrop, nach dem es seinen Namen und seinen leicht nostalgischen Charakter erhielt.

Birne

Eine süße Fruchtnote mit saftigem, frischem Charakter, die Parfums sanfte Süße, Leichtigkeit und einen modernen, „wässrigen“ Anklang gibt.

Sie wirkt weder schwer noch sirupartig: Ihr klares, saftiges Profil erinnert vielmehr an frisch aufgeschnittenes Obst.

Birne hellt einen Duft auf und verleiht ihm eine verspielte, zugängliche Energie.

Meist tritt sie im Auftakt auf, wo sie frische und blumige Akkorde betont und einen angenehmen ersten Eindruck schafft.

Gewürznelke

Eine würzige Zutat mit typisch süßlich-scharfem Aroma, die Parfums Wärme, Tiefe und einen leicht orientalischen Charakter gibt.

Gewürznelke ist markant, wirkt in kleiner Menge aber elegant: Sie wärmt die Komposition und betont ihre sinnliche Seite.

Dem Duft verleiht sie würzige Strahlkraft und Wärme.

Meist findet sie sich im Herzen oder in der Basis eines Parfums und ergänzt dort holzige, orientalische und blumige Töne.

Apfel

Eine frische Fruchtnote mit klarem, saftigem Charakter, die je nach Verarbeitung süß, grün oder leicht säuerlich wirken kann.

Apfel ist vielseitig: Er schenkt dem Duft Energie, Leichtigkeit und einen unverstellten Frischeeffekt, ohne schwer zu wirken.

Apfel vermittelt Klarheit und unmittelbare Frische, die sich angenehm tragen lässt.

Meist erscheint er in der Kopfnote, wo er die Komposition aufhellt und schon beim ersten Riechen auffällt.

Jasmin

Eine betörende blumige Zutat mit üppigem, intensivem Charakter, die Parfums Sinnlichkeit, Tiefe und ausgeprägte Weiblichkeit verleiht.

Jasmin besitzt ein typisch süßes, leicht honigartiges Aroma mit feinen fruchtigen Untertönen und wirkt zugleich lebendig und fesselnd.

Er zählt zu den wichtigsten Blüten der Parfumerie und bildet häufig das Herz einer Komposition.

Ursprünglich stammt Jasmin aus der Region des Himalaja, Bhutans und Indiens; heute wird er weltweit angebaut. Seine Intensität und Fülle verbinden ihn traditionell mit Eleganz, Sinnlichkeit und einem ausdrucksstarken Duftcharakter.

Weihrauch oder Olibanum

Dieses als Olibanum bekannte Duftharz wird aus dem Baum Boswellia sacra gewonnen. Sein trockener, leicht rauchiger und harziger Duft mit sanft würzigem Unterton wirkt ruhig und beinahe meditativ.

In der Parfumerie verleiht Weihrauch einer Komposition Tiefe, eine spirituelle Dimension und eine leicht mystische Atmosphäre.

Weihrauch drängt sich nicht sofort auf: Er entfaltet sich langsam und schafft Raum um den Duft.

Seit mehr als 5000 Jahren wird er verwendet, ursprünglich als Räucherwerk bei Ritualen. Auch im Parfum steht sein Charakter für Ruhe, Konzentration und zeitlose Eleganz.

Nelke

Eine blumige Zutat mit markantem, leicht pikantem Charakter, die Parfums Strahlkraft, Energie und einen zart würzigen Anklang verleiht.

Die Nelke ist nicht klassisch süß: Ihr Duft enthält Anklänge von Gewürznelke, die ihn lebendig und leicht scharf wirken lassen.

Sie bringt blumige Frische mit würziger Strahlkraft in den Duft.

Meist steht sie in der Herznote, wo sie blumige und orientalische Kompositionen betont und ihnen Charakter gibt.

Kardamom

Eine würzige, leicht exotische Zutat, die Parfums Strahlkraft, Energie und sanfte Schärfe verleiht.

Rosa Pfeffer besitzt einen besonderen Duft: Er ist süßlich und würzig, zugleich überraschend frisch und leicht zitrisch. So wirkt er weniger schwer als klassischer Pfeffer, sondern eher leicht und modern.

In der Parfumerie erscheint er meist in der Kopfnote, wo er einen markanten ersten Eindruck schafft und häufig zitrische oder blumige Kompositionen ergänzt.

Er stammt aus tropischen Regionen wie Indien, Sri Lanka, Sumatra oder China, wo er an Sträuchern in warmer, feuchter Umgebung wächst. Seine ungewöhnliche Verbindung von Würze und Frische macht ihn zu einer beliebten Zutat moderner Parfums.

Castoreum

Eine tierische Zutat mit markantem, tiefem Charakter, die Parfums Sinnlichkeit, Wärme und einen leicht süßen Unterton gibt.

Castoreum, ein Sekret des Bibers, duftet überraschend sanft: Es erinnert an Vanille, Himbeeren oder leicht ledrige Akkorde und wirkt dadurch warm und fesselnd.

In der Parfumerie wird es vor allem in der Basis eingesetzt, wo es andere Zutaten fixiert und die Haltbarkeit des Parfums verlängert.

Heute ersetzen es fast ausschließlich synthetische Alternativen, die seinen Charakter nachbilden und als ethischer und beständiger gelten.

Cashmeran

Eine moderne synthetische Zutat mit moschusartig-holzigem Charakter, die Parfums Sanftheit, Tiefe und elegante Weichheit verleiht.

Cashmeran duftet warm, leicht holzig und moschusartig und erinnert an die Reinheit und Weichheit von Kaschmir. Es wirkt behaglich, geschmeidig und modern.

In der Parfumerie unterstützt es häufig blumige Zutaten, denen es Fülle und einen „samtigen“ Effekt gibt; auch in der Basis wird es für längere Haltbarkeit verwendet.

Es zählt zu den wichtigen Molekülen moderner Parfumerie, weil es Frische mit Tiefe verbindet und warme, klare Eleganz vermittelt.

Schwertlilie oder Iris

Eine kostbare, hochgeschätzte Zutat mit pudrigem, sanft veilchenartigem Charakter, die Parfums Eleganz, Tiefe und Raffinesse verleiht.

Die Schwertlilie, auch Orris genannt, duftet unverwechselbar: pudrig, leicht cremig und sanft blumig, mit einem Hauch Veilchen. Sie wirkt ruhig, gepflegt und beinahe meditativ.

In der Parfumerie steht sie vor allem im Herzen und in der Basis, wo sie einen geschmeidigen, luxuriösen Effekt schafft und andere Zutaten harmonisch verbindet.

Gewonnen wird sie aus der Wurzel der Schwertlilie, deren aufwendige Verarbeitung mehrere Jahre dauert. Deshalb gehört sie zu den teuersten Zutaten und findet sich besonders in luxuriösen Parfums.

Cumarin

Eine charakteristisch süße Zutat mit warmem, leicht kräuterartigem Anklang, die Parfums Sanftheit, Tiefe und eine typische, an Heu erinnernde Weichheit gibt.

Cumarin erinnert im Duft an Vanille, Karamell und frisch gemähtes Heu, begleitet von einem leichten Kräuterton. Es wirkt beruhigend und harmonisch.

In der Parfumerie erscheint es vor allem im Herzen und in der Basis, wo es die Komposition mildert und frische mit wärmeren Tönen verbindet.

Es kann aus unterschiedlichen Rohstoffquellen stammen oder synthetisch hergestellt werden und zählt zu den wichtigen Zutaten moderner Parfumerie. Seine Verwendung war an der Entstehung der Fougère-Struktur beteiligt, die Generationen von Parfums beeinflusste.

Leder

Eine intensive, warme Zutat mit ausgeprägt animalischem Charakter, die Parfums Tiefe, Sinnlichkeit und einen leicht rauchigen Anklang verleiht.

Zibet hat einen kräftigen, süßlich-animalischen Duft, der herb wirken kann, in geringer Konzentration jedoch einen warmen, anziehenden Effekt erzeugt. Oft erinnert er an Süße, Leder und einen Hauch Rauch.

In der Parfumerie wird Zibet vor allem in der Basis verwendet, wo es die Intensität steigert und andere Zutaten deutlicher und länger wahrnehmbar macht.

Heute wird es fast ausschließlich durch synthetische Alternativen ersetzt, die seinen Charakter bewahren und als ethischer gelten.

Lavendel

Eine der bekanntesten und meistverwendeten Parfumzutaten, die Düften Klarheit, Harmonie und einen beruhigenden Charakter gibt.

Lavendel besitzt einen typischen Kräuterduft mit sanft süßem, balsamischem Anklang. Er wirkt frisch, beruhigend und ungekünstelt.

In der Parfumerie erscheint er meist in Kopf- und Herznote, wo er Leichtigkeit und Ausgewogenheit schafft. Besonders für aromatische und Fougère-Parfums ist er wichtig.

Bekannt wurde Lavendel vor allem durch die französische Provence; angebaut wird er auch in England und Bulgarien. Neben der Parfumerie wird er in der Aromatherapie geschätzt und dort mit Entspannung, Ruhe und Wohlbefinden verbunden.

Lotus

Eine zarte, exotische Zutat mit klarem und ruhigem Charakter, die Parfums Leichtigkeit, Harmonie und Luftigkeit verleiht.

Lotus duftet sehr fein, leicht süßlich und wässrig. Sein frischer, beruhigender Eindruck erinnert oft an Blüten und Wasser mit einem grünen Anklang.

In der Parfumerie steht Lotus vor allem in der Herznote, wo er frische, aquatische Kompositionen unterstützt und ihnen sanfte Eleganz gibt.

Er gilt als Symbol für Reinheit und spirituelles Gleichgewicht, besonders in asiatischen Kulturen, in denen er mit Harmonie und innerer Ruhe verbunden wird.

Magnolie

Eine zugleich zarte und ausdrucksstarke blumige Zutat, die Parfums Frische, Weiblichkeit und sanfte Sinnlichkeit schenkt.

Magnolie duftet süß und leicht fruchtig, wirkt klar und sanft cremig. Ihr Duft erinnert oft an den Frühling, blühende Landschaften und Leichtigkeit.

In der Parfumerie findet sie sich vor allem in der Herznote, wo sie blumige und frische Töne verbindet und der Komposition Harmonie und Eleganz gibt.

Sie wird mit guter Laune und Vitalität verbunden. Schon im alten China war sie bekannt und wurde dort auch wegen ihr zugeschriebener heilender Eigenschaften verwendet.

Mandarine

Eine frische, markante Fruchtnote mit leicht süßem Charakter, die Parfums Energie, Strahlkraft und unmittelbare Anziehungskraft verleiht.

Bergamotte duftet zugleich zitrisch und blumig: Sie ist frisch, leicht bittersüß und elegant. Dadurch wirkt sie sanfter und feiner als Zitrone.

In der Parfumerie erscheint sie vor allem in der Kopfnote, wo sie den ersten Eindruck prägt und eine wichtige Zutat vieler Eau de Cologne und frischer Kompositionen ist.

Angebaut wird sie hauptsächlich in Italien, besonders in Kalabrien, woher das im Ausgangstext als besonders hochwertig bezeichnete Bergamotteöl für die Parfumerie stammt.

Minze

Eine erfrischende, belebende Zutat mit kühlendem Charakter, die Parfums Frische, Leichtigkeit und einen unmittelbaren Frischeeffekt gibt.

Minze besitzt einen typischen Mentholduft, der klar, kühl und anregend wirkt. Er erinnert oft an kühle Luft oder eiskaltes Wasser.

In der Parfumerie findet sie sich vor allem in der Kopfnote, wo sie insbesondere in frischen, sommerlichen Kompositionen einen markanten ersten Eindruck schafft.

Beliebt ist sie nicht nur in Parfums, sondern auch in der Aromatherapie, wo sie mit Wachheit, Konzentration und Energie verbunden wird.

Muskatnuss

Eine würzige, elegante Zutat mit markantem Charakter, die Parfums Wärme, Tiefe und maskuline Raffinesse gibt.

Muskatnuss duftet typisch warm, leicht süßlich und würzig, mit einer feinen Schärfe. Oft vermittelt sie Behaglichkeit und Wärme.

In der Parfumerie steht sie vor allem in der Herznote, wo sie frische mit holzigen Tönen verbindet und der Komposition Fülle und Harmonie verleiht.

Besonders beliebt ist sie in Herrenparfums, deren Eleganz und Ausdruckskraft sie betont; zunehmend findet sie sich auch in modernen Unisex-Kompositionen.

Neroli

Eine feine blumige Zutat mit elegantem, beruhigendem Charakter, die Parfums Frische, Klarheit und sanfte Sinnlichkeit verleiht.

Neroli duftet süß, blumig und leicht zitrisch, zugleich frisch, zart herb und grün. Der Duft wirkt harmonisch und belebend.

In der Parfumerie steht Neroli meist in Kopf- und Herznote, wo es die Komposition aufhellt und ihr Leichtigkeit und Raffinesse gibt.

Gewonnen wird es aus den Blüten des Bitterorangenbaums (Citrus aurantium). Benannt wurde es nach einer italienischen Prinzessin von Neroli, die den Duft bekannt machte: Sie parfümierte damit Handschuhe und Bäder, bevor ihn auch europäische Königshöfe schätzen lernten.

Osmanthus

Eine feine, exotische blumige Zutat mit üppigem Charakter, die Parfums Sinnlichkeit, Tiefe und einen leicht fruchtigen Anklang gibt.

Osmanthus besitzt einen besonderen Duft, der blumige Zartheit mit Noten von Marillen und Trockenobst verbindet. Er wirkt warm, weich und fesselnd.

In der Parfumerie wird er vor allem in der Herznote eingesetzt, wo er die Komposition mit Facetten und eleganter Süße bereichert und häufig blumige mit fruchtigen Akkorden verbindet.

Er stammt vor allem aus Asien, wo neben seinem Duft auch seine Symbolik für Schönheit und Zartheit geschätzt wird. Die besondere Verbindung von Blüten- und Fruchtnoten macht ihn zu einer luxuriösen Zutat.

Oud

Eine seltene, hochgeschätzte Zutat mit tiefem, sinnlichem Charakter, die Parfums Intensität, Geheimnis und eine luxuriöse Note verleiht.

Oud (Adlerholz) besitzt einen vielschichtigen Duft: holzig, rauchig und balsamisch, mit feinen Anklängen von Harz, Ambra, Moschus, Vanille und Kakao. Es wirkt warm, dunkel und beinahe hypnotisch. In der Parfumerie steht es vor allem in der Basis, wo es für lange Haltbarkeit und einen markanten Charakter sorgt, besonders in orientalischen Parfums.

Gewonnen wird es aus seltenem Adlerholz, das nur unter bestimmten Bedingungen entsteht und zu den teuersten Rohstoffen der Welt zählt. Früher wurde Oud bei Ritualen verwendet und höher geschätzt als Gold.

Patschuli

Eine markante, tiefgründige Zutat mit holzig-würzigem Charakter, die Parfums Sinnlichkeit, Intensität und lange Haltbarkeit gibt.

Patschuli duftet typisch balsamisch, erdig und leicht würzig, mit einem feinen kampferartigen Unterton. Es wirkt warm, entspannend und unverwechselbar. In der Parfumerie steht es vor allem in der Basis, wo es der Komposition Tiefe gibt und ihren Duft auf der Haut verlängert.

Gewonnen wird es aus den Blättern eines tropischen Halbstrauchs. Beliebt wurde es bereits im viktorianischen England und später zum Symbol der Hippie-Ära. Noch heute gehört es zu den wichtigen Zutaten orientalischer und holziger Parfums.

Pfeffer

Eine würzige, lebendige Zutat mit markantem Charakter, die Parfums Strahlkraft, Wärme und sanfte Schärfe verleiht.

Pfeffer besitzt einen scharfen, warmen und anregenden Duft, der je nach Sorte trocken oder leicht frisch sein kann. Schwarzer Pfeffer wirkt intensiver und würziger, rosa Pfeffer dagegen milder, süßlicher und leicht zitrisch.

In der Parfumerie findet er sich meist in Kopf- und Herznote, wo er die Auftaktnoten betont und der Komposition Dynamik und einen modernen Charakter gibt.

Er ist eine beliebte Zutat in Herren- und Unisexparfums, in denen er einen frischen, energischen und leicht provokanten Eindruck erzeugt.

Petitgrain

Eine frische, belebende Zutat mit zitrisch-grünem Charakter, die Parfums Leichtigkeit, Klarheit und lebendige Frische gibt.

Petitgrain duftet lebhaft, leicht bitter und grün und verbindet einen zitrischen Anklang mit feinen Kräuternoten. Es wirkt erfrischend und anregend.

In der Parfumerie steht es vor allem in der Kopfnote, wo es die Komposition aufhellt; es ist eine typische Zutat von Eau de Cologne und frischen Parfums.

Gewonnen wird es aus den Blättern des Bitterorangenbaums. Geschätzt wird es sowohl für seinen Duft als auch für seine Verbindung mit guter Laune und einem Gefühl von Leichtigkeit.

Moschus

Eine sinnliche, tiefgründige Zutat mit charakteristisch animalischem Unterton, die Parfums Weichheit, Wärme und Anziehungskraft verleiht.

Moschus duftet sanft holzig, leicht pudrig und warm und vermittelt einen hautnahen Eindruck. Häufig vereint er Klarheit mit zurückhaltender Sinnlichkeit.

In der Parfumerie steht er vor allem in der Basis, wo er die Komposition abrundet, scharfe Kanten mildert und die Haltbarkeit des Parfums deutlich verlängert.

Heute wird er fast ausschließlich synthetisch eingesetzt, um den ursprünglichen tierischen Moschus nachzubilden. Ihm wird auch eine aphrodisierende Wirkung zugeschrieben: Der Ausgangstext verbindet seine Anziehungskraft mit pheromonähnlichen Stoffen.

Plumeria

Eine exotische blumige Zutat mit üppigem, sinnlichem Charakter, die Parfums Wärme, Eleganz und tropisches Flair verleiht.

Plumeria, auch Frangipani genannt, duftet markant und verbindet die Süße von Jasmin mit feinen würzigen Akkorden und einem leichten Zitrusanklang. Sie wirkt warm, cremig und fesselnd.

In der Parfumerie steht sie vor allem in der Herznote, wo sie einen ausdrucksstarken blumigen Charakter schafft und häufig mit weiteren exotischen oder sonnigen Tönen kombiniert wird.

Sie stammt aus tropischen Regionen, wo sie Schönheit und Exotik symbolisiert. Ihr üppiger, sonniger Duft macht sie zu einer beliebten Zutat sommerlicher und orientalischer Parfums.

Orange

Eine frische und zugleich sanft süße Zitrusnote, die Parfums Energie, Freude und eine positive Ausstrahlung gibt.

Orange duftet typisch saftig, süß und leicht würzig. Sie wirkt anregend, optimistisch und warm.

In der Parfumerie steht sie vor allem in der Kopfnote, wo sie einen hellen, angenehmen ersten Eindruck schafft und oft zitrische oder fruchtige Kompositionen ergänzt.

In vielen Kulturen symbolisiert sie Glück und Wohlstand, besonders in China, wo die Farbe Orange mit Reichtum verbunden wird. Eine Orange – oder einen Duft mit Orangennote – zu verschenken, drückt daher den Wunsch nach Erfolg und positiver Energie aus.

Orangenblüte

Eine süße, sinnliche Zutat mit warmem Charakter, die Parfums Anziehungskraft, Fülle und sanfte Eleganz verleiht.

Orangenblüte duftet üppig, süß und leicht honigartig, zugleich blumig, frisch und klar. Ihr Duft gilt als aphrodisierend und fesselnd.

In der Parfumerie findet sie sich vor allem in der Herznote, wo sie zitrische und blumige Töne verbindet und der Komposition Sanftheit und Tiefe gibt.

Gewonnen wird sie aus den Blüten des Orangenbaums, der etwa auf Sizilien, in Spanien, Kalifornien und Florida angebaut wird. Die Verbindung von Frische und Süße macht sie zu einer der beliebtesten Zutaten der Parfumerie.

Pralinen

Eine warme, süße Zutat mit ausgeprägtem Gourmand-Charakter, die Parfums Tiefe, Sinnlichkeit und eine „köstliche“ Wirkung gibt.

Schokolade besitzt einen üppigen, cremigen, leicht bittersüßen Duft, der beruhigend, warm und fesselnd wirkt. Oft vermittelt er Behaglichkeit und Genuss.

In der Parfumerie erscheint sie vor allem im Herzen und in der Basis, wo sie Fülle schafft, die Komposition mildert und ihre Haltbarkeit unterstützt.

Sie gehört zu den typischen Gourmand-Zutaten, die besonders in orientalischen und süßen Parfums beliebt sind und ihnen einen verführerischen, „süchtig machenden“ Charakter geben.

Rose

Eine ikonische blumige Zutat, oft Königin der Blumen genannt, die Parfums Romantik, Eleganz und zeitlose Schönheit verleiht.

Rose duftet typisch frisch und süßlich, fein blumig, harmonisch und fesselnd. Sie wirkt beruhigend und wird mit Liebe, Gefühlen und Schönheit verbunden.

In der Parfumerie steht sie vor allem in der Herznote, wo sie viele Kompositionen prägt – von zarten Blumendüften bis zu üppigen orientalischen Parfums.

Es gibt zahlreiche Rosenarten, darunter Damaszener-, Zentifolien-, bulgarische und türkische Rosen sowie Rosen aus dem französischen Grasse, die zu den wertvollsten zählen. Ihr intensiver, betörender Duft ist besonders für orientalische und arabische Parfums typisch.

Sandelholz

Eine warme, beruhigende Zutat mit cremig-holzigem Charakter, die Parfums Tiefe, Sanftheit und Harmonie verleiht.

Sandelholz duftet typisch milchig und balsamisch, geschmeidig und warm. Seine feine Süße wirkt beruhigend und leicht exotisch.

In der Parfumerie steht es vor allem in der Basis, wo es die Komposition abrundet, ihre Haltbarkeit verlängert und ihr einen samtigen, luxuriösen Eindruck gibt.

Es zählt zu den traditionellen orientalischen Zutaten, die nicht nur für ihren Duft geschätzt, sondern auch mit Ruhe, Ausgeglichenheit und Wohlbefinden verbunden werden. Daher erinnert Sandelholz oft an Entspannung, Meditation und Sinnlichkeit.

Zimt

Eine warme, süß-würzige Zutat mit besonders behaglichem Charakter, die Parfums Wärme, Wohlgefühl und Nostalgie verleiht.

Zimt besitzt einen typischen süß-würzigen Duft, der intensiv, warm und leicht pikant wirkt. Oft erinnert er an Zuhause, Festtage und den Winter.

In der Parfumerie erscheint er vor allem im Herzen und in der Basis, wo er Tiefe, Haltbarkeit und einen markanten Charakter schafft, besonders in orientalischen und Gourmand-Parfums.

Er zählt zu den beliebten Zutaten für winterliche Düfte, weil sein Aroma an häusliche Wärme und traditionelle Festtagsstimmung erinnert.

Salbei

Eine aromatische Kräuternote mit leicht pikantem Charakter, die Parfums Frische und Klarheit gibt.

Salbei duftet typisch grün und leicht pfeffrig, trocken, kräuterartig und mild würzig. Er erinnert an frisch zerdrückte Blätter und wirkt unverstellt.

In der Parfumerie steht er vor allem in Kopf- und Herznote, wo er aromatische und Fougère-Kompositionen mit Struktur und Energie bereichert.

Seit Jahrhunderten wird Salbei als Kraut verwendet und für seinen Duft geschätzt.

Tabak

Eine markante, sinnliche Zutat mit warm-würzigem Charakter, die Parfums Tiefe, Eleganz und ausgeprägte Maskulinität gibt.

Tabak duftet üppig, leicht süßlich und würzig, mitunter trocken, rauchig oder warm. Häufig weckt er Assoziationen an Luxus, Ruhe und Raffinesse.

In der Parfumerie steht er vor allem im Herzen und in der Basis, wo er einen intensiven Charakter schafft und die Haltbarkeit der Komposition verlängert.

Gewonnen wird die Duftnote aus Tabakblättern oder synthetisch hergestellt. Sie ist typisch für Herren- und orientalische Parfums, deren Tiefe und Ausdruck sie betont.

Tiaré

Eine exotische blumige Zutat mit sanft süßem, cremigem Charakter, die Parfums Sinnlichkeit, Weichheit und tropische Stimmung verleiht.

Tiaré, die tahitianische Gardenie, duftet üppig und blumig und vereint Süße, sanfte Cremigkeit und einen sonnigen Anklang. Sie wirkt warm, feminin und fesselnd.

In der Parfumerie steht sie vor allem in der Herznote, wo sie einen exotisch-blumigen Charakter schafft und häufig in sommerlichen oder orientalischen Kompositionen vorkommt.

Sie stammt aus Tahiti, das als Insel der Liebe bekannt ist. Dort hat die Blüte eine symbolische Bedeutung: Hinter dem linken Ohr getragen, zeigt sie an, dass eine Frau vergeben ist; hinter dem rechten signalisiert sie Offenheit für eine neue Beziehung.

Tonkabohnen

Eine warme, süße Gourmand-Zutat mit üppigem Charakter, die Parfums Tiefe, Weichheit und eine leicht „süchtig machende“ Wirkung gibt.

Die Tonkabohne besitzt einen vielschichtigen Duft mit Karamellsüße, Vanille, Nüssen und einem feinen Mandelanklang. Unverarbeitet wirkt sie schärfer, mit Anklängen von Tabak und Bittermandeln; nach der Verarbeitung entfaltet sie sich weicher, cremiger und süßer. In der Parfumerie steht sie vor allem im Herzen und in der Basis, wo sie die Komposition abrundet, schärfere Zutaten mildert und die Haltbarkeit verlängert.

Sie stammt aus Südamerika, wo Tonkabohnen nach dem Regen gesammelt und in der Sonne getrocknet werden. Dabei entwickelt sich ihr warmer, karamellsüßer Duft, der sie zu einer wichtigen Zutat orientalischer und Gourmand-Parfums macht.

Tuberose

Eine markante, betörende blumige Zutat mit luxuriösem Charakter, die Parfums Tiefe, Sinnlichkeit und dramatische Wirkung verleiht.

Tuberose duftet intensiv, süß und leicht honigartig, schwer, cremig und fesselnd. Ihre beinahe hypnotische Wirkung kann starke Gefühle wecken.

In der Parfumerie steht sie vor allem in der Herznote, wo sie einen dominanten blumigen Akkord bildet und der Komposition Weiblichkeit und Fülle gibt.

Sie stammt aus Indien und war bereits zur Zeit des Jugendstils beliebt. Heute findet sie als Zutat exklusiver, ausdrucksstarker Parfums erneut Beachtung.

Vanille

Eine süße, warme Zutat mit üppigem, sinnlichem Charakter, die Parfums Sanftheit, Tiefe und unwiderstehliche Anziehungskraft verleiht.

Vanille besitzt einen typischen cremig-süßen Duft, der beruhigend, weich und leicht gourmandig wirkt. Sie ist zart würzig, voll und fesselnd.

In der Parfumerie steht sie vor allem im Herzen und in der Basis, wo sie die Komposition abrundet, schärfere Töne mildert und ihre Haltbarkeit deutlich verlängert.

Sie wird aus den Früchten von Orchideen gewonnen und stammt ursprünglich aus Mittelamerika, wo indigene Kulturen sie bereits kannten. Im 17. Jahrhundert gelangte sie nach Europa und zählt seither zu den beliebtesten Zutaten – wegen ihres Duftes und ihres Rufs als starkes Aphrodisiakum.

Vetiver

Eine markante, elegante Zutat mit tiefem, erdig-holzigem Charakter, die Parfums Struktur, Stärke und Raffinesse gibt.

Vetiver besitzt einen unverwechselbaren Duft: trocken, erdig, leicht rauchig und stellenweise herb. In geringerer Konzentration wirkt er angenehm holzig, erdig und harmonisch. In der Parfumerie steht er vor allem in der Basis, wo er die Haltbarkeit unterstützt und der Komposition Stabilität und Charakter gibt. Besonders in Herrenparfums wird er oft mit Tabak, Hölzern oder Gewürzen kombiniert.

Gewonnen wird er aus den Wurzeln eines tropischen Grases. Wegen seiner Vielschichtigkeit gilt er als „goldenes Öl der Parfumerie“. Auch in Unisexdüften findet er Verwendung; dort wirkt seine sanftere Seite elegant und zeitlos.

Eichenmoos

Eine erdige, tiefgründige Zutat mit typischem Waldcharakter, die Parfums Eleganz, Struktur und eine trockene Note gibt.

Eichenmoos besitzt einen markanten Duft: erdig und leicht würzig, mit Anklängen von feuchtem Wald, Baumrinde und Moos nach dem Regen. Es wirkt beruhigend und raffiniert.

In der Parfumerie steht es vor allem in der Basis, wo es Zutaten verbindet und der Komposition Tiefe und lange Haltbarkeit gibt. Besonders für Chypre- und Fougère-Parfums ist es wichtig.

Es stammt von Flechten, die auf Baumstämmen wachsen, vor allem auf Eichen. Als traditionelle Zutat der klassischen Parfumerie prägte es ganze Duftfamilien.

Ylang-Ylang

Eine sinnliche, exotische blumige Zutat mit betörendem Charakter, die Parfums Tiefe, Weiblichkeit und Anziehungskraft verleiht.

Ylang-Ylang duftet süß, cremig und leicht würzig, intensiv, warm und fesselnd. Oft erinnert es an tropische Stimmung und Entspannung.

In der Parfumerie steht es vor allem in der Herznote, wo es einen üppigen blumigen Akkord bildet und der Komposition Sinnlichkeit und Fülle gibt.

Gewonnen wird es aus den Blüten des tropischen Cananga-Baums. Auch in der Aromatherapie wird es wegen seiner beruhigenden Wirkung und seiner Verbindung mit Wohlbefinden, Glück und Entspannung geschätzt.

Ingwer

Eine markante, lebendige Zutat mit warm-würzigem Charakter, die Parfums Dynamik, Frische und sanfte Schärfe gibt.

Ingwer besitzt einen typisch scharfen, würzigen und leicht zitrischen Duft, der frisch und anregend wirkt und zugleich angenehm wärmt.

In der Parfumerie erscheint er meist in Kopf- und Herznote, wo er die Auftaktnoten betont und der Komposition einen modernen, lebendigen Charakter verleiht.

Er ist eine beliebte Zutat in frischen und orientalischen Parfums, weil er Leichtigkeit mit Wärme verbindet und dem Duft Energie und Eigenständigkeit gibt.

Akigalawood

Ein modernes holziges Molekül mit würzigem Charakter, das Parfums Tiefe, Struktur und eine leicht scharfe Eleganz gibt.

Akigalawood besitzt einen markanten pfeffrig-holzigen Duft, der Patschuli mit würzigen und leicht oudartigen Tönen verbindet. Es wirkt modern, trocken und raffiniert.

In der Parfumerie steht es vor allem im Herzen und in der Basis, wo es der Komposition Charakter und lange Haltbarkeit verleiht.

Es entstand in den Laboren von Givaudan durch ein biotechnologisches Verfahren aus Patschuli. Diese Herstellung macht es zu einer besonders interessanten modernen Zutat.

Iso E Super

Eine bekannte synthetische Zutat mit sanft holzigem Charakter und „Aura“-Effekt, die Parfums Leichtigkeit, Klarheit und besondere Anziehungskraft verleiht.

Iso E Super duftet sehr subtil und samtig-holzig; oft wird es eher als Gefühl denn als konkretes Aroma beschrieben. Auf der Haut erzeugt es eine zarte, warme Duftwolke.

In der Parfumerie wird es in der gesamten Duftstruktur eingesetzt, wo es die Komposition mildert und ihre Ausstrahlung und Haltbarkeit steigert.

Entwickelt wurde es in den Laboren von IFF (International Flavors & Fragrances); heute zählt es zu den meistverwendeten Molekülen moderner Parfumerie.

Calone

Ein frisches, „maritimes“ Molekül, das aquatische Parfums prägte und Düften einen kühlen, luftigen Charakter gibt.

Calone erinnert an Meer, Wasser und frische Luft, mit einem leicht melonenartigen Unterton. Es wirkt sehr frisch, klar und leicht synthetisch.

In der Parfumerie steht es vor allem in Kopf- und Herznote, wo es unmittelbar ein Gefühl von Frische und Weite schafft.

Entstanden ist es bei der Laborentwicklung von Pfizer. Mit ihm verbreiteten sich in den 1990er-Jahren aquatische Parfums in der heute bekannten Form.

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