PARFUM RICHTIG VERWENDEN

Ein gut gewähltes Parfum bereichert das Leben. Wie ein Hauch Leidenschaft unterstreicht und spiegelt es die Persönlichkeit der Person wider, die es trägt. Doch die Wahl allein genügt nicht – auch der richtige Umgang mit Parfum will gelernt sein. 

Ob Damen- oder Herrenparfum: Ein Duft sollte ein geschmackvolles, interessantes Accessoire sein und keine unangenehmen Gerüche überdecken. Damit er seine Wirkung entfalten kann, stimmen Sie die Stelle, an der Sie ihn auftragen, und seine Intensität auf Ihre Stimmung oder den bevorstehenden Anlass ab. Im Beruf trägt man andere Düfte als bei Abendveranstaltungen; im Sommer sind frischere, im Winter schwerere Düfte gefragt. Wer Parfum liebt, sollte daher ein paar Grundregeln kennen.

WO IHR PARFUM AM BESTEN ZUR GELTUNG KOMMT

Damit sich Parfum entfalten kann, braucht es Wärme. Am Körper gibt es dafür einige geeignete Stellen: Wo die Haut wärmer ist, kommt der Duft besonders gut zur Geltung und entwickelt sich nach und nach. Dazu zählen Handgelenke, Hals, Schläfen und die Stellen hinter den Ohren, von denen aus sich der Duft im Laufe des Tages allmählich ausbreitet.

Auch Dekolleté, Armbeugen und Kniekehlen eignen sich: Dort hält der Duft länger und wirkt dezenter. Eine ungewöhnlichere Stelle sind die Knöchel – von dort steigt der Duft nach und nach auf und begleitet Sie beim Gehen.

Tragen Sie Parfum auf diese warmen Hautstellen am besten noch vor dem Anziehen auf. Gehen Sie mit höher konzentrierten Parfums sparsam um und verwenden Sie nur wenige Tropfen. Hat Ihr Duft einen Zerstäuber, sprühen Sie ihn aus etwa 30 cm Entfernung auf. Verreiben Sie ihn nicht – insbesondere sollten Sie die Handgelenke nicht aneinanderreiben, damit die Duftkomposition erhalten bleibt. Besonders schön entfaltet sich der Duft nach dem Baden, wenn der ganze Körper warm ist und es sich anfühlt, als würde die Haut ihn vollständig aufnehmen.

Der legendären Modedesignerin Coco Chanel zufolge sollte eine Frau dort Parfum tragen, wo sie geküsst werden möchte … Dabei denken Sie vielleicht an romantische Filmszenen, in denen ein Mann eine Frau sanft auf den Hals küsst und ihr Duft ihn ganz in seinen Bann zieht. Meine Damen, wählen Sie ein Kleid mit raffiniert freiem Dekolleté, geben Sie dort einen Tropfen (!) Parfum auf und genießen Sie die Aufmerksamkeit. 

Wann sollten Sie Parfum erneut auftragen? Die einzelnen Duftphasen – Kopf-, Herz- und Basisnote – brauchen Zeit, um sich zu entfalten. Bei Eau de Toilette ist diese meist kürzer, bei Eau de Parfum und Parfum länger. Trockene Haut verlangt zudem nach häufigerem Nachlegen, und im Sommer verfliegt Parfum schneller. Tragen Sie es deshalb je nach Umständen nach einigen Stunden erneut auf. Für unterwegs eignet sich ein kleiner oder nachfüllbarer Flakon.

Parfum auf Kleidung richtig tragen

Parfum auf die Haut aufzutragen, ist eine bewährte Wahl: So entsteht Ihre persönliche Duftsignatur. Auch auf Kleidung müssen Sie nicht verzichten. Dort kann der Duft bis zur nächsten Wäsche halten – ein möglicher Nachteil, wenn Sie häufig zwischen Düften wechseln. Bedenken Sie außerdem, dass Parfum auf Stoff anders wirkt als auf der Haut.

Auf Kleidung aus Baumwolle oder Leinen empfiehlt es sich sogar, frische sommerliche Eau de Toilette aufzutragen, da diese bei Hitze besonders schnell von der Haut verdunsten. Bei starker Sonne ist Kleidung als Auftragsstelle auch im Hinblick auf unangenehme Hautreaktionen die bessere Wahl.

Bei intensiverem Parfum und empfindlicher Kleidung, etwa aus Seide, sollten Sie kein Risiko eingehen. Der Duft könnte unschöne Flecken hinterlassen oder den Stoff sogar beschädigen. Eine andere Möglichkeit: Geben Sie einige Tropfen Ihres Parfums in ein neutrales Duschgel und waschen Sie Ihre empfindliche Kleidung damit. Sie können auch ein Stück parfümierte Watte oder einen leeren Flakon in den Schrank legen.

PARFUM IM HAAR UND WEITERE TIPPS

Wenn Sie noch sinnlicher wirken möchten, geben Sie ein wenig Parfum ins Haar. Bei jeder Bewegung verteilt sich der verführerische Duft um Sie herum – und zieht die Aufmerksamkeit der Männer auf sich. Beachten Sie jedoch, dass der Alkohol im Parfum das Haar austrocknen kann. Manche Marken bieten deshalb spezielle Haarparfums an. 

Für eine gleichmäßige Beduftung des Körpers können Sie durch eine Duftwolke gehen. So geht’s: Sprühen Sie etwas Parfum schräg nach oben in den Raum vor sich und gehen Sie hindurch. Die feinen Dufttröpfchen legen sich um Sie und schaffen eine reizvolle Aura … Komplimente sind Ihnen damit gewiss!

Düfte nach Konzentration verwenden

Ein Parfum besteht meist aus Dutzenden Duftstoffen, Alkohol und Wasser. Der Alkohol erfüllt dabei zwei Aufgaben: Er ermöglicht die Aufnahme der Duftstoffe durch die Haut und anschließend ihre allmähliche Verdunstung in die Umgebungsluft. Das prozentuale Verhältnis der Bestandteile bestimmt die Duftkonzentration: 

  • Parfum, fachsprachlich Extrait genannt, ist die intensivste Duftform. Der Anteil an Duftstoffen beträgt 15–30 %. Deshalb genügt eine sehr kleine Menge auf warmen Hautstellen. Schon der sprichwörtliche Tropfen hinter dem Ohrläppchen kann viel bewirken …
  • EdP oder Eau de Parfum, also parfümiertes Wasser, ist auf dem Markt besonders verbreitet. Sein Duftstoffanteil beträgt 8–15 %. Zu Parfum und Eau de Parfum greifen Sie am besten für Abendveranstaltungen und festliche Anlässe. Tagsüber sollten Sie beides sparsam verwenden, orientalische Kompositionen nur bei kühlerem Wetter.
  • EdT oder Eau de Toilette, also Eau de Toilette, ist ebenfalls eine weitverbreitete Duftform und eignet sich besonders für Schule und Beruf am Tag. Der Duftstoffanteil beträgt 4–8 % . Eau de Toilette muss häufiger aufgetragen werden, wirkt auf das Umfeld aber weniger aufdringlich und ist günstiger als Eau de Parfum und Parfum.
  • EdC oder Eau de Cologne, auch Kölnisch Wasser genannt, enthält 3–5 % Duftstoffe. Es ist für häufiges Auftragen auf Gesicht, Körper, Haar und Kleidung gedacht. Männer verwenden es traditionell auch als Aftershave.

Auch die Bezeichnung Extrême kann Ihnen begegnen. Sie steht üblicherweise für eine höhere Konzentration und einen intensiveren Duft. Légère bezeichnet dagegen eine leichtere Variante.

Manchmal ändert sich nur die Konzentration, manchmal auch die Duftkomposition selbst.

Wenn Sie kräftigere Parfums mögen, achten Sie auf maßvolles Auftragen. In geschlossenen Räumen wie Büros oder öffentlichen Verkehrsmitteln können intensive Düfte für andere unangenehm sein.

Woran erkennen Sie die passende Duftintensität?
Ganz einfach: Der Duft sollte etwa auf Armlänge wahrnehmbar sein.
Reicht er weiter, könnte er für Ihr Umfeld zu stark sein.

Je nach Situation eignen sich unterschiedliche Duftarten:

  • Abend, Ball oder gesellschaftlicher Anlass → Eau de Parfum (EdP)
  • Arbeit, Reisen oder geschlossene Räume → leichtere Düfte (EdT, Eau de Fraîche)

Mit der passenden Duftintensität wirken Sie angenehm und gepflegt, ohne andere zu stören.

Was die Wirkung eines Parfums beeinflusst

Beim Auftragen eines Duftes spielen mehrere Faktoren eine Rolle: Sie können den Eigengeruch Ihrer Haut und umgekehrt die Wirkung des Duftes auf Sie beeinflussen. Dazu zählen Ihre momentane Verfassung, Stress, Alter, persönliche Körperchemie, Ernährung und aktuell eingenommene Medikamente. Zwiebeln und Knoblauch stören beispielsweise nachweislich die Harmonie von Duftkompositionen. Wenn Sie Ihr Parfum unverfälscht wahrnehmen möchten, verzichten Sie auf stark aromatische Speisen und setzen Sie auf leichte Kost mit ausreichend Gemüse und Wasser. 

So hält der Duft länger auf der Haut

Die Haltbarkeit Ihres Parfums können Sie unterstützen, indem Sie vor dem Auftragen eine neutrale, reichhaltige Creme auf die Haut geben. Im Laufe des Tages können Sie die Haut mit Wasser befeuchten, ohne die Duftstoffe abzuwaschen. Eau de Toilette muss erst nach vier bis sechs Stunden erneut aufgetragen werden; Eau de Parfum und Parfum halten auf der Haut noch länger. Zur Haltbarkeit trägt auch die Verwendung mehrerer Kosmetikprodukte derselben Linie oder mit übereinstimmenden Bestandteilen bei – etwa Parfum, Deodorant, Duschgel und Bodylotion. So schichten Sie den Duft wirkungsvoll.

Parfum und Sonnenbaden

Im Sommer sind erfrischende Düfte besonders willkommen. Bei starker Sonneneinstrahlung sollten Sie Parfum und Deodorant jedoch mit Vorsicht verwenden: Zusammen mit Sonnenstrahlen können sie Verfärbungen und Entzündungen der Haut verursachen. Ein besonderes Risiko stellt das in Parfums häufig enthaltene Bergamottöl dar, das oft zu ungleichmäßiger Bräunung führt. Zudem können manche Duftstoffe und ätherischen Öle in Parfums bei sonnigem Wetter lästige Insekten wie Wespen und Bienen anlocken. Die Alternative: Tragen Sie Parfum bei Hitze lieber auf die Kleidung auf.

Wie lange Parfum verwendet werden kann

Im ungeöffneten Originalflakon ist Parfum lange haltbar. Nach dem Öffnen sollte es jedoch innerhalb von etwa einem halben bis einem Jahr aufgebraucht werden. Leichte Zitrusdüfte haben die kürzeste Haltbarkeit. Lagern Sie den Flakon möglichst vor Tageslicht geschützt bei Temperaturen bis 20 Grad. Wird das Parfum dunkler und bildet sich am Verschluss ein fester Ring, ist es Zeit, es zu entsorgen. Auch ein säuerlicher Geruch und eine dickere Konsistenz können darauf hinweisen. Sparen Sie Ihr Parfum also nicht zu lange auf – gönnen Sie sich lieber ein neues aus unserem preisgünstigen Onlineshop!

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