Was ist die Gesichtshaut?

Die Haut ist das größte Organ des menschlichen Körpers und verbindet die Innenwelt mit der Außenwelt. Sie ist wesentlich an Reinigungs-, Stoffwechsel- und Schutzprozessen beteiligt. Als erste, hochfunktionelle Barriere schützt sie vor Kälte, Hitze, UV-Strahlung und Wasserverlust. Ihr Zustand beeinflusst das körperliche und seelische Wohlbefinden. Die Haut besteht aus drei Schichten: Oberhaut, Lederhaut und Unterhaut. 
 

So funktioniert die Gesichtshaut

Die Gesichtshaut ist mehr als eine „Oberfläche“. Sie bildet ein komplexes System, das:

  • den Körper schützt – vor Bakterien und Schmutz
  • den Feuchtigkeitshaushalt reguliert (Wasser in der Haut hält)
  • Talg produziert, der einen Schutzfilm bildet
  • sich erneuert – alte Zellen werden laufend durch neue ersetzt

Entscheidend ist: Gesunde Gesichtshaut befindet sich im Gleichgewicht – sie ist weder zu trocken noch übermäßig fettig.

Aus welchen Schichten besteht die Haut?

  • Die obere, sichtbare Schicht, die Oberhaut (Epidermis), auch als äußere Hautschicht bezeichnet, erneuert sich durch Zellteilung in mehrwöchigen Zyklen. Abgestorbene Zellen zeigen sich als Schüppchen an der Oberfläche. Der Hauttalg übernimmt eine wichtige Schutzfunktion. Die Einlagerung von Wasser zwischen den Zellen sorgt für die Elastizität der Oberhaut. Feuchtigkeitsmangel kann Trockenheit, Linien und Falten sowie Rötungen und Ausschlag verursachen.
  • Die mittlere, stark durchblutete Hautschicht, die Lederhaut (Dermis) enthält ein Netz aus Blutgefäßen und Nervenenden sowie Kollagen- und elastische Fasern, die für Festigkeit und Elastizität der Haut wichtig sind. Die gelartige Substanz zwischen den Zellen hält gemeinsam mit den Bindegewebsfasern Wasser zurück und trägt so zur Straffheit der Haut bei.
  • Die tiefste Schicht, die Unterhaut (Subcutis) besteht aus Fett- und Stützgewebe mit Blutgefäßen und Lymphbahnen. Das Fettgewebe prägt die Körperformen und ist am Wärmehaushalt sowie an der Speicherung von Energiereserven beteiligt. 

Als lebendiges Organ reagiert die Haut ständig darauf, was Sie tun – und was Sie nicht tun.

Was beeinflusst den Zustand der Gesichtshaut?

Die Gesichtshaut ist die äußere Hautschicht im Gesicht. Ihr Zustand spiegelt sowohl den allgemeinen Zustand des Körpers als auch die Hautpflege wider.

Den größten Einfluss auf den Zustand der Gesichtshaut hat die Veranlagung, also die von den Eltern geerbten Voraussetzungen. Auch das Alter spielt eine Rolle: Von der Jugend bis zum reiferen Alter verändert sich die Haut meist von eher fettig zu trockener. Hinzu kommen Umwelteinflüsse: Frische Luft kann sich ebenso im Hautbild zeigen wie Schadstoffe der Großstadt oder der Aufenthalt in überheizten Räumen mit verbrauchter Luft. Verschiedene Hautprobleme können außerdem durch hormonelle Schwankungen im Laufe des Lebens, Rauchen, übermäßige Sonneneinstrahlung, bestimmte Medikamente, Ernährungsfehler oder ungeeignete Kosmetik entstehen. 

Für einen guten Hautzustand sind Schutz vor intensiver Sonneneinstrahlung, Nichtrauchen, ausreichend Schlaf und Bewegung sowie eine ausgewogene Ernährung (mit Gemüse, Obst, den Vitaminen A und E, Zink …) und Kosmetik, die auf den Hauttyp abgestimmt ist, von Bedeutung. Wichtig ist eine gründliche Gesichtsreinigung am Abend und am Morgen, gefolgt von einer Creme, gegebenenfalls einem Serum und gelegentlich einer Maske sowie einer sanften Massage. Mit heutigen Kosmetikprodukten lässt sich auch außerhalb von Salons, bequem zu Hause, erreichen, was früher nicht möglich war. Wenn Sie verstehen, wie Ihre Gesichtshaut funktioniert, können Sie Kosmetik gezielter auswählen und Probleme wie Akne, Trockenheit oder Falten besser angehen.

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