ÄTHERISCHE ÖLE FÜR DIE HAARE
Wenn Sie Ihrem Haar Glanz, Pflege und Feuchtigkeit schenken möchten, sollten Haaröle in Ihrer Haarpflege nicht fehlen. Dazu zählen ätherische Öle, die Sie allerdings mit einem Trägeröl verdünnen müssen. Sehen wir uns die einzelnen Haaröle und ihre Wirkung genauer an.
Was sind ätherische Öle?
Ätherische Öle werden aus verschiedenen Kräutern und Gewächsen gewonnen, die ihnen ihre besonderen Eigenschaften verleihen. Bekannt sind sie auch für ihren Duft. Diese Öle werden immer mit einem der unten genannten Trägeröle gemischt. Welche ätherischen Öle kommen für Ihr Haar infrage?
Rosmarinöl für die Haare
Rosmarin ist für seinen markanten Duft und seine Verwendung in der Küche bekannt, aber auch für seine Wirkung auf das Haar. Ätherisches Rosmarinöl fördert die Durchblutung der Kopfhaut. So kann es das Haarwachstum anregen und das Haar stärken.
Bei regelmäßiger Anwendung kann es die Haarqualität verbessern, dem Haar Vitalität verleihen und seine Fülle unterstützen.
Wie wird Rosmarinöl angewendet?
Rosmarinöl ist stark konzentriert und muss deshalb immer mit einem Trägeröl verdünnt werden.
- Mischen Sie einige Tropfen Rosmarinöl mit Kokos- oder Olivenöl.
- Massieren Sie die Mischung in die Kopfhaut ein.
- Lassen Sie sie mindestens 10–15 Minuten einwirken.
- Waschen Sie das Haar anschließend gründlich mit Shampoo.
Für sichtbare Ergebnisse regelmäßig anwenden, idealerweise 2× pro Woche.
Lavendelöl
Auch ätherisches Lavendelöl kann das Haarwachstum unterstützen. In einer wissenschaftlichen Studie an Tieren wurde bei Mäusen ein schnelleres Haarwachstum beobachtet; dem Öl wird eine ähnliche Wirkung auf menschliches Haar zugeschrieben. Zudem besitzt es antibakterielle und antimikrobielle Eigenschaften, die sich günstig auf die Gesundheit der Kopfhaut auswirken können.
Wie wird es angewendet?
Mischen Sie einige Tropfen Lavendelöl mit drei Esslöffeln eines Trägeröls. Tragen Sie die Mischung auf die Kopfhaut auf, lassen Sie sie mindestens 10 Minuten einwirken und waschen Sie das Haar anschließend gründlich mit Shampoo. Sie können die Mischung mehrmals pro Woche verwenden.
Thymianöl für die Haare
Ätherisches Thymianöl eignet sich besonders für fettiges Haar, kann aber noch mehr: Es regt die Kopfhaut an, fördert ihre Durchblutung und unterstützt das Haarwachstum. Seine Eigenschaften können zu einer besseren Versorgung der Haarfollikel beitragen – eine wichtige Voraussetzung für kräftigeres, dichteres und widerstandsfähigeres Haar.
Anwendung von Thymianöl
Thymianöl ist stark konzentriert und muss daher immer verdünnt werden.
- Mischen Sie höchstens 2 Tropfen Thymianöl mit 2 Esslöffeln Trägeröl, etwa Kokos- oder Olivenöl.
- Massieren Sie die Mischung sanft in die Kopfhaut ein.
- Lassen Sie sie mindestens 10–15 Minuten einwirken.
- Spülen Sie das Haar anschließend gründlich aus und waschen Sie es mit Shampoo.
Für die besten Ergebnisse regelmäßig anwenden und dabei auf die Empfindlichkeit Ihrer Kopfhaut achten.
Salbeiöl für die Haare
Ätherisches Salbeiöl ist wegen seiner vielfältigen Wirkung auf Haar und Kopfhaut beliebt. Es kann das Haarwachstum unterstützen, Haarausfall verringern und zugleich eine übermäßige Talgproduktion regulieren.
Dank seiner antibakteriellen und antioxidativen Eigenschaften kann es außerdem die Kopfhautpflege unterstützen und bei Schuppen sowie geschwächtem oder dünner werdendem Haar helfen.
Wie wird Salbeiöl angewendet?
Salbeiöl ist konzentriert und muss deshalb immer verdünnt werden.
- Mischen Sie 3 Tropfen Salbeiöl mit Conditioner oder 1 Esslöffel Trägeröl.
- Tragen Sie die Mischung auf Kopfhaut und Haar auf.
- Lassen Sie sie mindestens 10–15 Minuten einwirken.
- Spülen und waschen Sie das Haar danach gründlich.
Für sichtbare Ergebnisse regelmäßig anwenden, idealerweise mindestens 2× pro Woche.
Pfefferminzöl für die Haare
Pfefferminzöl ist vielseitig einsetzbar und eignet sich sowohl für trockenes als auch für fettiges Haar. Es wirkt erfrischend, beruhigt gereizte Kopfhaut und hilft, die Talgproduktion zu regulieren.
Zugleich fördert es die Durchblutung der Kopfhaut. Dadurch kann es das Haarwachstum anregen und zur Vitalität des Haares beitragen. Außerdem kann es gegen Schuppen helfen und hinterlässt ein frisches Gefühl auf der Kopfhaut.
Anwendung von Pfefferminzöl
Pfefferminzöl ist stark konzentriert und muss deshalb immer verdünnt werden.
- Mischen Sie 2 Tropfen Pfefferminzöl mit einem Trägeröl Ihrer Wahl.
- Massieren Sie die Mischung sanft in die Kopfhaut ein.
- Lassen Sie sie etwa 5–10 Minuten einwirken.
- Waschen Sie das Haar danach mit Shampoo und Conditioner.
Zitronengrasöl für die Haare
Ätherisches Zitronengrasöl ist für seinen frischen Zitrusduft und seine Wirkung auf Haar und Kopfhaut beliebt. Es kann die Haarfollikel anregen, das Haarwachstum unterstützen und dazu beitragen, Haarausfall vorzubeugen.
Außerdem verleiht es dem Haar Frische und Glanz und hilft, die Kopfhaut im Gleichgewicht zu halten. Einige Studien deuten sogar darauf hin, dass eine regelmäßige Anwendung Schuppen reduzieren kann.
Wie wird Zitronengrasöl angewendet?
Zitronengrasöl lässt sich unkompliziert in die Haarpflege einbinden.
- Geben Sie einige Tropfen Öl ins Shampoo oder in den Conditioner.
- Massieren Sie die Mischung sanft in die Kopfhaut ein.
- Lassen Sie sie kurz einwirken und spülen Sie sie anschließend gründlich aus.
Bei dieser sanften Anwendung können Sie es regelmäßig verwenden, idealerweise bei jeder Haarwäsche.
Zedernholzöl für die Haare
Zedernholzöl ist für seine Wirkung auf das Haarwachstum und die Kopfhaut bekannt. Es kann die Haarfollikel anregen und die Durchblutung fördern und so zu kräftigerem, dichterem Haar beitragen.
Seine antibakteriellen Eigenschaften können außerdem helfen, Schuppen und Kopfhautreizungen zu verringern. Damit eignet es sich besonders für geschwächtes Haar, das zu Haarausfall neigt.
Anwendung von Zedernholzöl
Zedernholzöl ist konzentriert und muss daher immer verdünnt werden.
- Mischen Sie einige Tropfen Öl mit 2 Esslöffeln Trägeröl.
- Massieren Sie die Mischung in die Kopfhaut ein.
- Lassen Sie sie etwa 10–15 Minuten einwirken.
- Spülen und waschen Sie das Haar anschließend gründlich.
Für bessere Ergebnisse regelmäßig anwenden und mit weiterer Haarpflege kombinieren.
Teebaumöl
Teebaumöl zählt in der Kosmetik zu den beliebtesten Ölen. Es hilft, die Talgproduktion zu regulieren und das Haar zu reinigen. Wegen seiner starken entzündungshemmenden Wirkung wird es häufig bei Kopfhautproblemen verwendet. Auch in Shampoos und Conditionern kommt es oft zum Einsatz, da es gegen Schuppen helfen und die Durchblutung verbessern kann. Seine antiseptischen, antimykotischen, antibakteriellen, antioxidativen und entzündungshemmenden Eigenschaften tragen dazu bei, das Haar sauber und gesund zu halten.
Haarmaske mit Teebaumöl
Mischen Sie zwei Esslöffel eines beliebigen Trägeröls mit zehn Tropfen Teebaumöl. Erwärmen Sie die Mischung in einem Topf und verteilen Sie sie über die gesamte Haarlänge. Wickeln Sie das Haar anschließend in einen Plastikbeutel und ein Handtuch. Lassen Sie die Mischung 20 Minuten einwirken, spülen Sie sie gründlich aus und waschen Sie das Haar mit Shampoo. Wenden Sie diese warme Ölpflege höchstens dreimal pro Woche an. Erhitzen Sie das Öl nicht zu stark, da es sonst Nährstoffe verlieren könnte.
Melissenöl für die Haare
Ätherisches Melissenöl eignet sich vor allem für fettiges Haar und eine problematische Kopfhaut. Es kann helfen, eine übermäßige Talgproduktion und fettige Schuppen zu verringern sowie zu Akne neigende Kopfhaut zu beruhigen.
Seine antiseptischen und antimikrobiellen Eigenschaften können ein gesundes Kopfhautmilieu unterstützen, das für das Haarwachstum wichtig ist. Melissenöl wird zudem traditionell bei Läusebefall eingesetzt.
Wie wird Melissenöl angewendet?
Melissenöl ist konzentriert und muss deshalb immer verdünnt werden.
- Mischen Sie einige Tropfen Öl mit einem Trägeröl, etwa Kokos- oder Olivenöl.
- Massieren Sie die Mischung sanft in die Kopfhaut ein.
- Lassen Sie sie 10–15 Minuten einwirken.
- Spülen und waschen Sie das Haar anschließend gründlich.
Verwenden Sie es je nach Bedarf regelmäßig, insbesondere bei fettiger Kopfhaut.
Trägeröl als unverzichtbare Ergänzung zu ätherischen Ölen
Trägeröle lassen sich mit anderen Zutaten, etwa ätherischen Ölen, mischen. Sie werden auch Basisöle genannt, weil sie häufig als Grundlage für Haar-, Körper- und Gesichtskosmetik dienen. Es gibt zahlreiche Trägeröle, die sich in Konsistenz, Viskosität und Wirkung unterscheiden.
- Mandel- und Kokosöl sind bei Frauen auf der ganzen Welt beliebt. Beide eignen sich für die Pflege von Körper, Gesicht und Haar. Aus Kokos- oder Mandelöl lässt sich eine nährende Haarkur zubereiten. Sie können auch ätherische Öle beimischen, um Ihr Haar zusätzlich zu pflegen.
- Olivenöl enthält wertvolle Fettsäuren und Sterole pflanzlichen Ursprungs. Als Trägeröl eignet es sich für Massagen, Gesichtsreinigung und Haarpflege. Greifen Sie idealerweise zu nativem Olivenöl extra.
- Arganöl wird auch als flüssiges Gold bezeichnet und bietet zahlreiche Vorteile für das Haar. Es verleiht ihm wieder Vitalität und Glanz, pflegt und fördert die Durchblutung der Haarwurzeln, unterstützt so die Haarstruktur, spendet intensive Feuchtigkeit und macht das Haar samtig weich. Auch bei Kopfhautproblemen kann es helfen.
- Ein weiteres beliebtes Trägeröl für die Haare ist Jojobaöl. Es macht das Haar weich und glänzend und umhüllt gespaltene Spitzen, sodass es ähnlich wie Silikon wirkt. Es pflegt außerdem die Kopfhaut, unterstützt das Haarwachstum und kann als Kur für das gesamte Haar oder gezielt für die Spitzen verwendet werden. Bei Haar, das leicht verknotet, erleichtert Jojobaöl zudem das Durchkämmen.
- Rizinusöl kann die Haarqualität verbessern und das Haar stärken. Dank der enthaltenen Ricinolsäure, die hilft, den pH-Wert der Kopfhaut auszugleichen, kann es das Risiko von Schuppen, Spliss und Haarschäden verringern.